Fachkompetenzen
Die Teilnehmenden können:
- Organisationsentwicklung, Change Management, Organisationsdesign, Personalentwicklung, organisationales Lernen und Wissensmanagement voneinander abgrenzen und ihre jeweiligen Zielsetzungen erläutern.
- interne und externe Veränderungstreiber identifizieren und deren Bedeutung für die Entwicklung und Lernfähigkeit reifer Organisationen beurteilen.
- Fähigkeiten, Ressourcen und Pfadabhängigkeiten als Fundament organisationaler Veränderungsprozesse erklären und deren Einfluss auf die Anpassungsfähigkeit einer Organisation analysieren.
- dynamische Fähigkeiten differenziert nach Erkennen, Ergreifen und Umgestalten erklären und auf organisationale Veränderungs- und Transformationsprozesse übertragen.
- Verfestigungen, organisationale Deutungsrahmen und organisationale Identität als Mechanismen organisationaler Trägheit erläutern und deren Auswirkungen auf Veränderungsprozesse beurteilen.
- die Zusammenhänge zwischen individuellem, teambezogenem und organisationalem Lernen erklären und aufzeigen, wie Lernergebnisse in Routinen, Rollen, Prozesse, Standards, Systeme und Kennzahlen überführt werden.
- digitale Transformation als Auslöser und Anwendungsfall von Organisationsentwicklung und organisationalem Lernen einordnen und deren Auswirkungen auf Prozesse, Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle, Strukturen und Kultur analysieren.
- zentrale Voraussetzungen, Chancen und Risiken der organisationalen Integration digitaler Technologien und künstlicher Intelligenz beurteilen.
Methodenkompetenzen
Die Teilnehmenden können:
- die Ausgangslage einer Organisation strukturiert erfassen und den digitalen Status quo mithilfe einer mehrdimensionalen 10-Item-Messung analysieren.
- organisationale Veränderungsprozesse mithilfe geeigneter Modelle, insbesondere der Modelle von Lewin und Kotter, strukturieren, planen und reflektieren.
- Lern- und Veränderungsbarrieren anhand von Routinen, Strukturen, Entscheidungsrechten, Anreizsystemen, Deutungsmustern und organisationaler Identität systematisch diagnostizieren.
- geeignete Hebel der Organisationsentwicklung in den Bereichen Zielbild, Governance, Rollen, Verantwortlichkeiten, Prozesse, Schnittstellen, Messung, Anreize und Verankerung auswählen und zu einem konsistenten Veränderungskonzept verbinden.
- Retrospektiven, After-Action Reviews, Experimentierroutinen und OKR-Lernschleifen situationsgerecht auswählen, ausgestalten und hinsichtlich ihrer Eignung beurteilen.
- aus Hypothesen überprüfbare Experimente, geeignete Messgrössen und konkrete Anpassungsentscheidungen ableiten.
- für eine konkrete organisationale Veränderung ein begründetes Soll-Szenario mit Diagnose, Entwicklungshebeln, Lernformaten, Verantwortlichkeiten, Kennzahlen und Verankerungsmassnahmen entwickeln.
- theoriegestützte Analysen und Handlungsempfehlungen strukturiert in einer Präsentation und einem wissenschaftlich fundierten Gruppenbericht aufbereiten und vertreten.
Selbstkompetenzen
Die Teilnehmenden können:
- eigene Annahmen, Deutungsmuster und Routinen kritisch hinterfragen und deren möglichen Einfluss auf Veränderungs- und Lernprozesse reflektieren.
- die eigene Veränderungsbereitschaft und Veränderungsfähigkeit einschätzen und persönliche Entwicklungsfelder im Umgang mit digitalen und organisationalen Veränderungen ableiten.
- konstruktiv mit Unsicherheit, Fehlern und nicht bestätigten Annahmen umgehen und daraus überprüfbare Lern- und Anpassungsschritte entwickeln.
- im Spannungsfeld zwischen effizienter Aufgabenerfüllung und explorativem Lernen Prioritäten setzen und das eigene Handeln entsprechend ausrichten.
- Verantwortung für vereinbarte Aufgaben, Lernmassnahmen und Ergebnisse übernehmen und den eigenen Beitrag zu organisationalen Veränderungsprozessen reflektieren.
- die eigene Arbeits- und Lernweise in Gruppenprozessen reflektieren und Erkenntnisse aus der Zusammenarbeit auf das eigene berufliche Handeln übertragen.
Sozialkompetenzen
Die Teilnehmenden können:
- organisationale Problemstellungen in Gruppen analysieren und unterschiedliche fachliche Perspektiven zu einem gemeinsamen Problemverständnis zusammenführen.
- Beobachtungen, Erfahrungen und implizites Wissen verständlich kommunizieren und in gemeinsames Handeln sowie organisationale Lernprozesse überführen.
- unterschiedliche Interessen, Deutungsrahmen und Widerstände in Veränderungsprozessen erkennen, offen ansprechen und bei der Entwicklung tragfähiger Lösungen berücksichtigen.
- Rollen, Verantwortlichkeiten, Entscheidungsrechte und Schnittstellen in der Zusammenarbeit klären und gemeinsam verbindliche Vorgehensweisen entwickeln.
- konstruktives Peer Feedback geben, erhalten und zur Verbesserung eigener Analysen, Präsentationen und Lösungsvorschläge nutzen.
- Diskussionen und Gruppenprozesse strukturiert moderieren, Beiträge anderer einbeziehen und Ergebnisse adressatengerecht präsentieren.
- gemeinsam entwickelte Veränderungs- und Lernkonzepte argumentativ vertreten, kritisch diskutieren und unter Berücksichtigung alternativer Perspektiven weiterentwickeln.