Modulbeschreibung

Entwurf 1

Kurzzeichen:
M_arch.E1
Unterrichtssprache:
Deutsch
ECTS-Credits:
10
Arbeitsaufwand (h):
300
Leitidee:

Der interdisziplinär angelegte, architektonische Entwurf ist der zentrale Inhalt des Studiengangs Architektur. Seine wesentlichen Bezugsgrössen sind der Mensch und der Raum. Er fügt die oft widersprüchlichen Anforderungen von Gesellschaft und Umwelt, Ort und Programm, Technik und Konstruktion zu einem sinnfälligen, baukulturell relevanten Ganzen. In den Modulen E1 - E6 werden Strategien und Methoden des Entwerfens eingeübt und schrittweise verfeinert. Der schöpferische Akt wird dabei als kontinuierliche 'Arbeit am Werk' aufgefasst - von der konzeptionellen, atmosphärischen Idee bis zur Umsetzung und Realisierung. Im Grundlagenjahr erfolgt dies anhand von vereinfachten, didaktisch aufeinander aufbauenden Einzelschritten, die sich in der Summe zu einem Entwurf verdichten. Die Eingrenzung ermöglicht es, sich der komplexen Materie intuitiv über das Machen zu nähern und sich dabei unterschiedliche Entwurfswerkzeuge anzueignen. Im Vertiefungsjahr wird im Rahmen der Gebäudetypologie der Schritt zur Erarbeitung vollständiger, realitätsnaher Entwürfe vollzogen. Im Abschlussjahr wird eine eigenständige, relevante Entwurfsthese formuliert und umgesetzt. Der gemeinsame Diskurs und die Arbeit im Atelier ist über alle Semester zentraler Bestandteil der ArchitekturWerkstatt.


E1 - Masse und Raum. Der erste Entwurf untersucht das grundsätzliche Verhältnis von Masse und Raum. Er ist eine erste spielerische Versuchsanordnung, einen städtischen Kontext zu entwickeln und über die Ausarbeitung eines Objektes, einer Raumsequenz und einer Fassade in diesem Kontext die Beziehung des Einzelnen zum Ganzen zu klären.

Modulverantwortung:
Prof. Jessen Anna (JEAN)
Lehrpersonen:
Dorschner Adrian (DOAD), Prof. Jessen Anna (JEAN)
Standort (angeboten):
St. Gallen (Standard)
Modultyp:
Pflichtmodul für Architektur STD_23(Empfohlenes Semester: 1 | Niveau B: Basic level course)Kategorien:Architektur (A_Arch), Grundstudium Architektur (A_GS)
Bemerkungen:

Workload[h]

Kontaktstudium: 81

Begleitetes Selbststudium: 0

Unbegleitetes Selbststudium: 219

Modulbewertung:
Note von 1 - 6

Leistungsnachweise und deren Gewichtung

Während der Unterrichtsphase:
  • Schriftliche Einzelarbeit, Gewichtung 80%, Ausarbeitung Schlussabgabe, zeichnerische Arbeit, Modelle
  • Schriftliche Einzelarbeit, Gewichtung 20%, Zwischenbericht, Übungen und Präsentation
Bewertungsart:
Note von 1 - 6
Gewichtung:
Bemerkungen:

Einstieg in das Thema und Erfassung der Aufgabe: (Gewichtung 1)

  • Erfassung, Analyse und Interpretation der Aufgabenstellung
  • Konzepterarbeitung
  • Relevanz, Eigenständigkeit und Nachhaltigkeit des Konzepts
  • Variantenuntersuchung und Eingrenzung

 

Inhaltbearbeitung und Zielerreichung: (Gewichtung 2)

  • Städtebau und Aussenraum
  • Architektonische, räumliche und atmosphärische Qualität des Projektes
  • Konstruktion und Materialisierung
  • Nachhaltigkeit

 

Darstellung der Ergebnisse, Bericht, Abgabe: (Gewichtung 1)

  • Wahl der Darstellungsmethoden
  • Relevanz, Aussagekraft und Qualität der Darstellungen

 

Präsentation/Kritik: (Gewichtung 1)

  • Interesse, Neugier und Eigenständigkeit
  • Diskursfähigkeit, Fähigkeit Kritik zu interpretieren und diesen in den laufenden Prozess einfliessen zu lassen
  • Qualität der Präsentationen an Zwischen- und Schlusskritik

Inhalte

Angestrebte Lernergebnisse (Abschlusskompetenzen):

Die Absolventinnen und Absolventen:

  • Werden eingeführt in die grundlegenden Elemente und Kategorien der Raumwahrnehmung, der Raumdarstellung und der Raumgestaltung.
  • Werden eingeführt in die Charakteristika und Gesetzmässigkeiten eines schöpferischen Entwurfsprozesses.
  • Kennen einen ersten Referenzraum massgeblicher Raummodelle der Moderne.
  • Erarbeiten unter Anleitung und in didaktisch strukturierten Wochenschritten Lösungsansätze für grundlegende architektonische Problemstellungen, die von der städtebaulichen Ebene bis ins Detail und die Materialisierung reichen.
  • Stellen den Entwurf zur laufenden Überprüfung im Entwurfsprozess mit geeigneten Mitteln zeichnerisch und bildlich dar und bauen diesen im Modell.
  • Erarbeiten für die Schlusspräsentation eine vollständige, gelayoutete Schlussabgabe mit allen zum Verständnis des Projektes notwendigen Erläuterungen, Plänen, Bildern und Modellen.
Lehr- und Lernmethoden:

Projektarbeit (Gruppen- oder Einzelarbeit), Selbststudium, Fachdiskussion, Tischkritik

Lehrmittel/-materialien:

Begleitende Vorlesung RF1, Literaturhinweise, Referenzverweise