Modulbeschreibung

V3a Soziale Ungleichheit und Sozialpolitik

Kurzzeichen:
M_sa_sp.GR_V3a
Unterrichtssprache:
Deutsch
ECTS-Credits:
6
Arbeitsaufwand (h):
180
Leitidee:

Die Studierenden setzen sich mit ausgewählten Befunden zu Wandlungsdynamiken in westlichen Gegenwartsgesellschaften auseinander und erörtern, welche Herausforderungen und Konsequenzen sich aus diesen erstens für die Sozialpolitik in der Schweiz, zweitens für die Praxis der öffentlichen Verwaltung, drittens für soziale Organisationen und viertens für die professionelle Praxis von Sozialarbeitenden ergeben. Dabei wird insbesondere diskutiert, in welcher Weise Soziale Arbeit in den schweizerischen Sozialstaat eingebettet ist und inwiefern ihr ein politisches Mandat zufällt. Vertieft setzen sich die Studierenden mit der Politik als demjenigen Feld auseinander, in welchem Fragen der Herstellung sozialer Gerechtigkeit zentral verhandelt werden. Diesbezüglich erörtern sie Perspektiven, aus denen Professionelle der Sozialen Arbeit als Akteure schweizerischer Sozialpolitik resp. des Sozialstaats betrachtet werden können.

Modulverantwortung:
Prof. Hahn Gabi (HAGA)
Lehrpersonen:
Prof. Hahn Gabi (HAGA), Prof. Dr. Schallberger Peter (SCPE)
Standort (angeboten):
St. Gallen (Standard)
Modultyp:
Wahlpflicht-Modul für Soziale Arbeit STD_21(Keine Semesterempfehlung)Kategorien:Pflichtmodule (P_SA), Pflichtmodule Grundstudium Soziale Arbeit (P_GS_SA)
Semester Empfehlung:
Keine Semester Empfehlung für dieses Modul vorhanden.
Bemerkungen:

Workload[h]

Kontaktstudium: 49

Begleitetes Selbststudium: 16

Unbegleitetes Selbststudium: 115

Modulbewertung:
Note von 1 - 6

Leistungsnachweise und deren Gewichtung

Modulschlussprüfung:
Prüfung nach spezieller Definition
Während der Unterrichtsphase:
  • Schriftliche Einzelarbeit
Bewertungsart:
Note von 1 - 6
Gewichtung:

Beurteilungskriterien

  • Die Inhalte des zugelosten Referenztextes werden nachvollziehbar und stimmig zur Darstellung gebracht. 
  • Die herausgearbeiteten Bezüge zwischen den Inhalten des Referenztextes und den Inhalten der Lehrveranstaltung sind plausibel. Die betreffenden Einschätzungen werden nachvollziehbar erörtert und begründet. Hierzu werden ausgewählte Lehrinhalte profund nachskizziert.
  • Aus der persönlichen Stellungnahme wird ersichtlich, dass sie auf einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem bearbeiteten Thema resp. mit den Lehrinhalten des Moduls gründet. Im Argumentationsverlauf werden explizit Bezüge zu den Lehrinhalten und zu den Inhalten des Referenztextes hergestellt.
  • Der Text ist kompositorisch geschickt, stilistisch überzeugend und grammatikalisch korrekt gestaltet. Er kann auch von Mitstudierenden verstanden werden, die mit den Inhalten des Moduls und mit den Inhalten des Referenztextes nicht vertraut sind. Die Zitierweise orientiert sich konsequent an den Richtlinien der OST.

 

Bemerkungen:

Prüfungsinhalt

  • Die Studierenden verfassen einen essayistischen Kommentar zu einem Referenztext, der einen Bezug zu den Inhalten eines ausgewählten Lehrveranstaltungsblocks aufweist.

 

Prüfungsumfang

  • Der Leistungsnachweis umfasst minimal 9000 und maximal 12000 Zeichen (inkl. Leerschläge). Nicht eingerechnet sind dabei das Deckblatt, ein allfälliges Inhaltsverzeichnis sowie die Literatur- und Quellenangaben.

 

Kommentar

  • Die Zulosung des Themas erfolgt am letzten Präsenz-Modultag.
  • Mit welchem Lehrveranstaltungsblock resp. Referenztext sich die Studierenden in ihrer Abschlussarbeit auseinandersetzen, entscheidet nach der letzten Modulveranstaltung das Los. Der Losentscheid bei der Zuordnung des Lehrveranstaltungsblocks resp. des Referenztextes ist verbindlich. Eine Zweitziehung ist nur in wohlbegründeten Ausnahmefällen möglich; etwa bei einer beglaubigten krankheitsbedingten Abwesenheit am betreffenden Lehrveranstaltungstag.
  • Die gesamte Abschlussarbeit muss kompositorisch und sprachlich so verfasst sein, dass auch Leserinnen und Leser, die weder die Lehrveranstaltung besucht noch den Referenztext gelesen haben, die Inhalte verstehen und der Argumentation folgen können.

Inhalte

Angestrebte Lernergebnisse (Abschlusskompetenzen):

Die Studierenden...

  • Sind sich dessen bewusst, dass sich aus sozialem Wandel vielfältige Handlungsanlässe und Herausforderungen für die Soziale Arbeit ergeben. Sie verfügen über eine geschärfte Sensibilität für die gesellschaftlichen Hintergründe der Problemstellungen, mit denen sich die Soziale Arbeit beschäftigt.
  • Sind in der Lage, in ihren Einschätzungen zu gesellschaftlichen Transformationen sowie zu den Konsequenzen, die sich aus diesen für die Sozialpolitik und für die Soziale Arbeit ergeben, auf Konzepte und Befunde aus aktuellen sozialwissenschaftlichen Diskursen zurückzugreifen.
  • Erkennen sowohl die Spielräume als auch die Grenzen, die der Profession bei der politischen Mitgestaltung des Sozialen geboten sind.
  • Können darlegen, inwiefern professionelle Praktiken der Sozialen Arbeit einen Bezug zu Fragen sozialer Gerechtigkeit aufweisen. Sie können dabei zwischen analytischen und wertenden Aussagen unterscheiden.
Modul- und Lerninhalt:

Im Modul werden folgende Themenfelder behandelt:

  • Ausgewählte sozialwissenschaftliche Befunde zu Wandlungsdynamiken in westlichen
    Gegenwartsgesellschaften
  • Aktuelle Fragen und Herausforderungen schweizerischer Sozialpolitik
  • Politik und Ethik
  • Sozialpolitik und öffentliche Verwaltung
  • Soziale Arbeit als sozialpolitischer Akteur
Lehr- und Lernmethoden:
  • Kontaktstudium:

Inputs; Referate; Gruppenarbeiten; Fallstudien

 

  • Begleitetes Selbststudium:

Gruppenarbeit, individuelle Textarbeit, Kolloquien.

Lehrmittel/-materialien:

Auf dem e-Learning-Portal werden jeweils allgemein gültige sowie für das Semester relevante Informationen zur Verfügung gestellt, z.B.:

  • Pflichtliteratur
  • Unterrichtsrelevante Unterlagen und Informationen
  • Aufgabenstellungen
  • Referenztexte für den Leistungsnachweis