Modulbeschreibung

Arbeits- und Organisationspsychologie

Kurzzeichen:
M_boek.AOPS
Unterrichtssprache:
Deutsch
ECTS-Credits:
6
Arbeitsaufwand (h):
180
Leitidee:

Im Zentrum des Moduls steht das Verständnis von Arbeit und Organisationen als psychologisch, sozial und strukturell gestaltete Systeme, in denen individuelles Erleben, Verhalten und Handeln in enger Wechselwirkung mit organisationalen Rahmenbedingungen stehen. Arbeits- und Organisationspsychologie wird dabei nicht als Sammlung einzelner Konzepte verstanden, sondern als Orientierungs- und Gestaltungswissen für moderne Arbeitswelten.

 

Ausgehend von aktuellen Entwicklungen wie Digitalisierung, künstlicher Intelligenz, veränderten Arbeitsformen und zunehmender Dynamik richtet das Modul den Blick auf die Frage, wie Menschen in Organisationen arbeitsfähig, lernfähig und gesund bleiben können – und welche Bedingungen Organisationen dafür schaffen müssen. Thematisiert werden psychologische Grundlagen von Lernen, Motivation, Emotion, Selbstregulation und Gesundheit ebenso wie die Gestaltung von Arbeit, Zusammenarbeit, Führung und organisationalen Kontexten.

 

Ein besonderer Fokus liegt auf der Spannung zwischen Autonomie und Orientierung, zwischen Selbststeuerung und strukturellen Rahmenbedingungen. Konzepte wie Selbstwirksamkeit, psychologische Sicherheit, Empowerment, Resilienz und Bindung dienen dabei als verbindende Elemente zwischen individueller Entwicklung, Teamdynamiken und organisationaler Gestaltung.

 

Ziel des Moduls ist es, Studierende dazu zu befähigen, arbeits- und organisationspsychologische Fragestellungen differenziert zu analysieren, psychologische Wirkmechanismen in Arbeits- und Organisationskontexten zu verstehen und dieses Wissen reflektiert auf aktuelle Herausforderungen in Unternehmen zu übertragen. Arbeits- und Organisationspsychologie wird damit als Schlüsselperspektive für die Gestaltung zukunftsfähiger, gesunder und leistungsfähiger Organisationen vermittelt.

Modulverantwortung:
Dr. Zajitschek Susanne Elisabeth
Lehrpersonen:
Dr. Zajitschek Susanne Elisabeth
Standort (angeboten):
St. Gallen (Standard)
Zusätzliche Eingangskompetenzen:

SYMG

Modultyp:
Wahlpflicht-Modul für Betriebsökonomie BB STD_23(Keine Semesterempfehlung)Kategorie:Wahlpflichtmodule (WP_Mod_WI)
Wahlpflicht-Modul für General Management STD_23 (SR)Kategorie:Vertiefungsmodule (VT_Mod_WI)
Wahlpflicht-Modul für Betriebsökonomie VZ STD_23(Keine Semesterempfehlung)Kategorie:Wahlpflichtmodule (WP_Mod_WI)
Wahlpflicht-Modul für General Management STD_23 (SR)Kategorie:Vertiefungsmodule (VT_Mod_WI)
Wahlpflicht-Modul für Management & Recht BB STD_23(Empfohlenes Semester: 4 | Niveau S: Specialised level course)Kategorien:Vertiefungsmodule (VT_Mod_WI), Wahlpflichtmodule (WP_Mod_WI)
Wahlpflicht-Modul für Management & Recht VZ STD_23(Empfohlenes Semester: 4 | Niveau S: Specialised level course)Kategorien:Vertiefungsmodule (VT_Mod_WI), Wahlpflichtmodule (WP_Mod_WI)
Bemerkungen:

Workload[h]

Kontaktstudium: 45

Begleitetes Selbststudium: 45

Unbegleitetes Selbststudium: 90

Modulbewertung:
Note von 1 - 6

Leistungsnachweise und deren Gewichtung

Modulschlussprüfung:
Schriftliche Prüfung, 90 Minuten
Während der Unterrichtsphase:

Planung, Durchführung und Reflexion einer Lehr-Lernsequenz (Inverted Classroom) von 2 Lektionen insgesamt 90 Minuten

Bewertungsart:
Note von 1 - 6
Gewichtung:

Die schriftliche Modulschlussprüfung (closed book) von 90 Minuten (70 Prozent) sowie Planung, Durchführung und Reflexion einer Lehr-Lernsequenz (Inverted Classroom) von 2 Lektionen insgesamt 90 Minuten (30 Prozent) entscheiden über die Zuteilung der 6 ECTS-Punkte.

Bemerkungen:

Inhalte

Angestrebte Lernergebnisse (Abschlusskompetenzen):

Fachkompetenzen:

Die Teilnehmenden können:

  • zentrale Konzepte und Handlungsfelder der Arbeits-, Organisations- und Personalpsychologie benennen, erläutern und voneinander abgrenzen,
  • psychologische Zusammenhänge von Lernen, Kompetenzentwicklung, Emotion, Motivation, Selbstregulation, Gesundheit und Zusammenarbeit in Arbeitskontexten erklären,
  • Belastungen in der Arbeit sowie Modelle zur Entstehung und Bewältigung von Stress auf individueller, teambezogener und organisationaler Ebene analysieren,
  • Entwicklungen in Wirtschaft, Gesellschaft, Digitalisierung und Technologie in Bezug auf Arbeit und Beschäftigung einordnen und deren Auswirkungen auf Arbeitsgestaltung, Gesundheit und Zusammenarbeit ableiten,
  • organisationale Rahmenbedingungen (Strategie, Struktur, Kultur) im Hinblick auf Arbeitgeberattraktivität, Employer Branding und Mitarbeitendenerfahrung entlang des HR Life Cycle analysieren,
  • gruppendynamische Prozesse und psychologische Verträge sowie deren Bedeutung für Organisationsklima, Einsatzbereitschaft und Commitment erklären
  • ausgewählte Konzepte moderner Arbeitswelten (z. B. Resilienz, Selbstwirksamkeit, psychologische Sicherheit, Human-Computer-Interaction, New Work) fachlich fundiert einordnen und anhand von Beispielen erläutern.


Methodenkompetenzen:

Die Teilnehmenden können:

  • psychologische Fragestellungen in Arbeits- und Organisationskontexten analysieren und theoretisch fundiert einordnen,
  • relevante Konzepte der Arbeits- und Organisationspsychologie zielgruppengerecht auswählen, strukturieren und aufbereiten,
  • eine thematisch fokussierte Lehrsequenz zu einem AOP-Thema planen, strukturieren und durchführen,
  • didaktische Entscheidungen (Zielsetzung, Inhalte, Methoden) nachvollziehbar begründen,
  • theoretische Inhalte mit Praxisbeispielen, Übungen oder Fallvignetten verknüpfen,
  • Feedback aus dem Plenum reflektieren und für die Weiterentwicklung der eigenen Vermittlung nutzen,
  • eigene Leistungen sowie Gruppenprozesse kritisch reflektieren.

 

Selbstkompetenzen:

Die Teilnehmenden können:

  • eigene Motivations-, Emotions- und Belastungsmuster theoriegeleitet analysieren und reflektieren,
  • Ansätze der Selbstregulation und Selbstführung (z. B. Zürcher Ressourcen Modell) auf persönliche Fragestellungen anwenden,
  • Auswirkungen aktueller Entwicklungen der Arbeitswelt auf die eigene berufliche Rolle sowie individuelle Chancen und Risiken reflektieren,
  • eine begründete persönliche Position zu Fragen von Arbeit, Gesundheit, Führung und Zusammenarbeit entwickeln und vertreten,
  • mit Anforderungen, Unsicherheiten und Spannungsfeldern moderner Arbeitswelten reflektiert umgehen.

 

Sozialkompetenzen:

Die Teilnehmenden können:

  • soziale Situationen und Spannungsfelder in Arbeitsbeziehungen zwischen Individuen, Teams und Organisationen analysieren,
  • auf der Basis psychologischer Konzepte Hypothesen zur Befindlichkeit, Leistungsbereitschaft und Zusammenarbeit von Mitarbeitenden entwickeln,
  • soziale Dynamiken und Effekte innerhalb von Gruppen und Teams erkennen und reflektieren,
  • Einflussfaktoren auf Zusammenarbeit, Teamklima und psychologische Sicherheit benennen,
  • Zusammenhänge zwischen Zusammenarbeit, Gesundheit und Leistungsfähigkeit in Organisationen differenziert einordnen.
Lehr- und Lernmethoden:

Dozentenvortrag, Lehrgespräch, kollegiale Fallbearbeitung, Referate von Prakterinnen und Praktikern sowie Einzelarbeit, Partner- und Gruppenarbeit, Fallstudien, angeleitetes Selbststudium, Selbststudium, reflexionsorientierte Lernformate (z. B. strukturierte Selbstreflexion, Lernjournale), praxisnahe Übungen

Lehrmittel/-materialien:

Literaturangaben:

  • Kauffeld, S. (2019 Hrsg.). Arbeits- und Organisations- und Personalpsychologie für Bachelor (3. Auflage). Springer
  • Nissen, R. & Bartscher, Th. (2017). Personalmanagement: Grundlagen, Handlungsfelder, Praxis (2. aktual. Auflage). Pearson.
  • Zusatzliteratur auf der OST-Moodle-Plattform und Folien der Präsenzveranstaltungen