Modulbeschreibung

Visuelles Design 2

Kurzzeichen:
M_VD2
Unterrichtssprache:
Deutsch
ECTS-Credits:
4
Leitidee:

Der Schwerpunkt dieses Moduls liegt auf der Stärkung zentraler Fähigkeiten und der Reflexionsfähigkeit in Bezug auf die visuelle Gestaltungsarbeit von sich selbst und anderen, einschliesslich KI-generierter visueller Erzeugnisse. Die Studierenden lernen, visuelle Gestaltung multiperspektivisch zu betrachten, gestalterische Entscheidungen bewusst zu begründen und die Qualität visueller Arbeiten kritisch einzuordnen. Ziel ist die dauerhafte selbständige Weiterentwicklung als Designer:in sowie der Erwerb zukünftiger Kernkompetenzen im Orchestrieren, Kuratieren und verantwortungsvollen Weiterentwickeln visueller Ausdrucksformen. Im Modul werden zentrale Fähigkeiten vermittelt, die Visual Designers künftig benötigen, um in komplexen, technologisch erweiterten Gestaltungsprozessen souverän, kritisch und kreativ handeln zu können.

Modulverantwortung:
Prof. Dr. Peter Andreas (PEAN)
Standort (angeboten):
Rapperswil-Jona
Modultyp:
Wahlpflicht-Modul für Digital Design STD_24(Empfohlenes Semester: 2)Kategorie:User-Centered Design (DD-UCD)
Semester Empfehlung:
Digital Design_STD_24
  • Musterstudienplan Digital Design – Semester 2
  • Musterstudienplan Digital Design AI Augmentation – Semester 2
Modulbewertung:
Note von 1 - 6

Leistungsnachweise und deren Gewichtung

Während der Unterrichtsphase:

schriftliche Arbeit, die im Selbststudium erstellt wird

Bewertungsart:
Note von 1 - 6
Gewichtung:
Bemerkungen:

Visuelle Lernlandkarte als Projektdokumentation und -reflektion

Inhalte

Angestrebte Lernergebnisse (Abschlusskompetenzen):

 

Fachkompetenzen

Die Studierenden kennen zentrale Grundlagen, Begriffe und Wirkungsdimensionen des visuellen Designs. Sie verstehen gestalterische Prinzipien wie Ästhetik, Bedeutung, Emotion, Irrationalität, Dimensionalität sowie visuelle Intelligenz und können diese in eigenen und fremden Arbeiten erkennen, analysieren und gezielt einsetzen. Sie entwickeln ein Verständnis dafür, wie visuelle Erzeugnisse entstehen, wirken und kontextabhängig interpretiert werden können.

 

Methodenkompetenzen
Die Studierenden wenden unterschiedliche Methoden der visuellen Analyse, Reflexion, Ideenentwicklung und Gestaltung an. Sie können visuelle Arbeiten systematisch untersuchen, vergleichen, kuratieren und weiterentwickeln. Dabei nutzen sie analoge, digitale und KI-gestützte Werkzeuge bewusst und situationsgerecht. Sie lernen, Gestaltungsprozesse zu strukturieren, Varianten zu entwickeln, Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen und visuelle Ergebnisse im Hinblick auf Wirkung, Kontext und Zielsetzung zu beurteilen.

 

Selbstkompetenzen

Die Studierenden stärken ihre Fähigkeit zur kritischen Selbstreflexion und entwickeln eine eigenständige gestalterische Haltung. Sie lernen, ihre eigene visuelle Arbeit differenziert zu betrachten, Unsicherheiten produktiv zu nutzen und Feedback als Ressource für die Weiterentwicklung einzusetzen. Sie übernehmen Verantwortung für ihren Lern- und Gestaltungsprozess und entwickeln das Bewusstsein für eine langfristige, selbständige Weiterentwicklung als Designer:in.

 

Sozialkompetenzen

Die Studierenden reflektieren visuelle Gestaltung im Austausch mit anderen und lernen, konstruktives Feedback zu geben, anzunehmen und weiterzuverarbeiten. Sie üben, unterschiedliche Perspektiven, Wahrnehmungen und kulturelle Kontexte in Gestaltungsprozesse einzubeziehen. Durch Diskussionen und gemeinsame Reflexion stärken sie ihre Fähigkeit, visuelle Entscheidungen verständlich zu kommunizieren und im Dialog weiterzuentwickeln.

Modul- und Lerninhalt:

Das Modul gliedert sich in thematische Lernblöcke, welche zentrale zukünftige Kompetenzen im visuellen Design aufbauen und miteinander verknüpfen:

 

Einführung & Kontextualisierung:

Verortung visueller Gestaltung in aktuellen gesellschaftlichen, technologischen und beruflichen Entwicklungen; Reflexion der Rolle von Designer:innen im Umgang mit digitalen und KI-gestützten Gestaltungsprozessen.

 

Digital Visual Design I & II:

Grundlagen des digitalen visuellen Gestaltens; Arbeit mit visuellen Prinzipien, Layout, Typografie, Bild, Farbe, Komposition und digitalen Werkzeugen.


Praxisinputs:

Einblicke in aktuelle Berufspraxis, Designprozesse, Inklusion und angewandte Gestaltung; Reflexion realer Anforderungen an Visual Designers.


Dimensionalität:

Auseinandersetzung mit 3D- und 4D-Gestaltung als Erweiterung visueller Ausdrucksformen; Einführung in räumliche und zeitbasierte Gestaltung.


Ästhetik:

Untersuchung von Schönheit, Wahrnehmung und gestalterischer Wirkung; bewusster Einsatz ästhetischer Entscheidungen.

 

Irrationalität:

Erkundung unkonventioneller, experimenteller und intuitiver Denk- und Gestaltungsweisen.

 

Bedeutung:

Analyse und Entwicklung visueller Bedeutungen; Zusammenhang von Zeichen, Kontext, Interpretation und Wirkung.

 

Emotion:

Gestaltung emotionaler Wirkung; Verständnis dafür, wie visuelle Mittel Gefühle auslösen, verstärken oder verändern können.

 

Kognition & Kreativität:

Nutzung visueller Intelligenz, kreativer Denkprozesse und multiperspektivischer Betrachtung für die Entwicklung und Beurteilung visueller Arbeiten.

 

Selbständiges Arbeiten & Selbststudium:

Vertiefung individueller Interessen, Weiterentwicklung eigener gestalterischer Arbeiten und Reflexion des persönlichen Lernprozesses.

 

Präsentationen:

Präsentation, Diskussion und kritische Reflexion eigener Arbeiten; Einordnung gestalterischer Entscheidungen im Austausch mit anderen.